Da war ich mal unterwegs ...
33. Waltroper Parkfest
oder "Wo schließt man Alkohol intravenös an?" by Pimmel
Letzte Woche rief mich Sven an und meinte: "Komm nach Waltrop! Bier steht kalt!" Nach langem hin-und-her habe ich mich entschlossen am Samstag den Waltropern zu begegnen. Ich stieg Nachmittags in den Zug und erfreute mich nach Ankunft in Dortmund über das erste Bier. Dann kam Sven und auf ging es zu den heiligen Pforten der wohl spießigsten Stadt Deutschlands.
Ein Beispiel sei hier genannt:
Vor einigen Wochen brannte ein Ladengeschäft, angezündet von gewalttätigen Jugendlichen. Als die Feuerwehr und Polizei ausrückte, rissen dessen Martinshörner die Anwohner aus dem Schlaf. Am nächsten Tag wurden mehrere Beschwerden im Rathaus abgegeben, mit dem Inhalt, man möge doch bitte die Martinshörner abstellen, da diese die nächtliche Ruhe beeinträchtigen. Alles klar?
Nun zurück zur Reise. Nachdem wir die Pizzen verschlungen hatten, das nächste Bier ausgetrunken wurde und die Chrissi eingetroffen war, zogen wir bepackt mit Bier auf das Festgelände. Quer über das Gelände ging es sogar direkt zum Cocktailstand. Und der Abend wurde gestartet mit einem "Ice Man" und wir bestaunten die komische Band "Sorgente". Nachdem die nächsten Biere vertilgt wurden zog es uns auf den Wanderpfad von Stand zu Stand in Richtung Svens Kühlschrank, denn da stand noch mehr Bier.
Bei Sven agekommen glühten die Armsehnen, denn es ging vom Bier zum "Dirty Harry". Die Flasche wurde getilgt und mehr Bier floß. Wir saßen zwischendurch auch mal draußen, um auf Freunde von Chrissi zu warten, welche dann im Laufe des Abends noch nach Dortmund und Co ausflog um Party zu machen. Aber wir blieben da, denn die Party stieg doch in Waltrop. Sven stiefelte zum Kiosk und kam mit einer Flasche "Jägermeister" und 13 kleinen Flaschen "Dirty Harry" zurück ins heimische Kellergeschoss. Auf ging es dann zum "CircusZelt" wo viele Jugendliche sich dem Rausch hingaben und zu ominöser ElektroMucke abgingen. Wir zogen weiter. zum Cocktailstand. Begleitet von der Band "Hi-Five". Alte Klassiker wurden von der Band tanzbar gecovert. Nach dem weiteren Cokctail schwankten wir erstmal wieder zu Sven, denn wir brauchten Geld. An einigen Fressbuden vorbei schoben wir uns fritiertes Gemüse rein (BAH!). Die Wanderung ging nun von Svens Heim zum Bankautomat, denn wie gesagt Geld musste her für weitere Getränke. Auf dem Weg dorthin tranken wir genüßlich aus der grünen Flasche mit dem Hirsch und leerten die Mägen für mehr Alkohol.
Zum x-ten mal am Cocktailstand angekommen, trafen wir ein nettes älteres Paar aus Gevelsberg und tranken mit denen bis morgens um fünf Uhr einige Drinks. Länger wollte der Stand die Besucher nicht bedienen. Danach flogen wir über das Gelände im Wankelschritt Richtung Bett. Mit großen Erschrecken stellten wir fest, dass wir, neben den Securities, die einzigsten Überlebenden auf dem Gelände waren.
So viel dazu! Wir werden uns wohl nächstes Jahr zum 34. Waltroper Parkfest sehen. Dann feiern wir wieder mit mehr als 100.00 Menschen und trinken wieder einige Cocktails.
Fazit:
Mehr als ein Kasten Bier, eine Flasche Lakritzschnaps, 13 kleine Flaschen Lakritzschnaps, eine halbe Flasche Jägermeister und viele Cocktails sind eindeutig zu wenig für zwei Leute!
